Trainingslager in Calella

Nach einjähriger Pause sollte es nun am 17.10.2016 wieder soweit sein, ein Trainingslager stand an und das sogar (für viele der Mitreisenden zum ersten Mal) im Ausland! Dies trommelte eine ganz bunt gemischte Truppe an Aktiven (vom Schüler bis zum im Ausland Berufstätigen) zusammen, die bereits Monate vorher diesem Datum entgegenfieberte. In aller Herrgottsfrühe ging es für 16 Aktive und zwei Trainer zum Flughafen Weeze. Nachdemdas Check-In nicht nur einige Nerven, sondern auch kostbare Minuten geraubt hatte, betraten wir, sicher von der Bundespolizei durch den Flughafen geschleust, in letzter Minute das Flugzeug, das uns in Richtung Süden bringen sollte.Ab da lief es wie am Schnürchen: In Girona (Spanien) angekommen, wurden wir sogleichvon unserem Reiseveranstalter in Empfang genommen und es ging von dort aus mit Kleinbussen in Richtung Calella, wo unser Trainingslager stattfinden würde. Nach einstündiger Fahrt erreichten wir noch am frühen Vormittag das Hotel St. Jordi.

In der Hotellobby kamen wir zusammen und erhielten erste Informationen über den Plan der kommenden Woche. Dann ging es erst einmal auf die Zwei- bzw.  Dreibettzimmer, um das Gepäck zu verstauen und in den Supermarkt gegenüber,  um die Wasservorräte aufzufüllen. Endlichstand uns der Moment bevor, auf den wirseit Monatengewartet hatten: die Besichtigung des Trainingszentrums, indem wir einen Großteil unserer Zeit verbringen sollten. Auf dasdirekt neben dem Hotel gelegene Trainingszentrum, ein mit Flutlichtstrahlern und modernsten Startblöcken ausgestattetes 50m-Bahn-Freibad, konnten einige von uns sogar von ihrem Zimmerbalkon aus blicken und schon frühmorgens die Pfiffe der Trainer am Beckenrand ausmachen. Neben dem Schwimmbad standen uns weitere Möglichkeiten an sportlicher Betätigung zur Verfügung:Es gab sowohl einen Kraftraum mit diversen Geräten, als auch einenexzellenten Spa-Bereich zur Entspannung, der sowohl bei den Schwimmern als auch bei den Trainern großen Anklang fand. Nachdem wir alles begutachtet hatten, ging es aufgrund des tollen Wetters erst einmal zu Fuß in Richtung Strand, von dem uns nur wenige Minuten trennten. Dort verbrachten wir die verbliebende Zeit bis zum Mittagessen  und erkundeten sogleich die Promenade. Nach dem Essen, das aus einem täglich wechselnden, Fisch und Fleisch umfassenden Buffet bestand und uns hervorragend durch die Woche brachte, stand nach einer Mittagspause endlich die erste Schwimmeinheit an. Um halb sieben, es wurde langsam Abend und die Flutlichtstrahler angeworfen, sprangen wir das erste Mal in dieser Woche für zwei Stunden ins Wasser. Die Gewöhnung an die für uns ungewohnte Langbahn lief reibungslos, das Ambiente des Trainings war mit dem immer dunkler werdenden, offenen Himmel und im Schein der Flutlichtstrahler spektakulär und führte auf den für den CSV reservierten Bahnen teilweise zu offenen Mündern und großen Augen.  Das Abendbuffet konnte mit dem Mittagessen mithalten, die ersten Tage erfreute sich besonders das Mousse-au-Chocolat großer Beliebtheit (anzunehmen ist, dass wir die Landesvorräte für die kommende Woche nach einigen Tagen aufgebraucht hatten und aus diesem Grund der Rest der Woche andere Nachtische aufgefahren werden mussten.) Nach einer kurzen Werwolf-Runde, die fester Bestandteil des Abendprogrammswurde, fielen wir rundum zufrieden ins Bett. So kam auch an Land der Spaß nie zu kurz und es wurden die Woche über Mörder gesucht, Bärte rasiert und ein wunderschöner, verlassener Abschnitt des feinen Sandstrands auf teils abenteuerliche Weise erkundet.
In den folgenden Tagen ging es nach einem ausgiebigen Frühstück jeweilsvon neun bis elf Uhr das erste Mal ins Wasser. Die frühe Trainingseinheit beinhaltete viele Technik- oder auch Startsprungübungen, wobei wir vor allem von den modernen Startblockanlangen profitierten und in einer anschließenden Videoanalyse selbst kleinste Fehler sichtbar machen und korrigieren konnten. Nach dem Mittagessen gab es eine Regenerationsphase, in der Videos analysiert oder ausgeruht wurde. Daraufhin stand eine Einheit im Kraftraum bzw. auf Gymnastikmatten direkt am Beckenrand an, von wo aus wir gleichzeitig auch die anderen, teilweise auf sehr hohem Niveau schwimmenden Vereine bei ihrem Training beobachten konnten. Um 16:30 Uhr ging es dann täglich das zweite Mal ins Wasser. Hierbei lag der Fokus in den ersten Tagen auf der Ausdauer. Danach ging es für diejenigen, die ein Spa-Paket gebucht hatten, in die Sauna, alle anderen kamen im Hotel oder auf den Zimmern zusammen oder ruhten sich aus. Es folgten das Abendbrot und die obligatorische Werwolf-Runde, an der sich alle beteiligten. Erschöpft von den vielen geschwommen Kilometern ging es schließlich ins Bett.
Am Donnerstag stand uns ein entspannter Tag bevor, denn das Training bestand  aus nur einer Wassereinheit, denn mittags stand das traditionelle Trainingslager-Eisessen in der Stadt an. Nachdem jeder seinen Mix ganz spezieller Eissorten (von Raffaelo zu Mango-Strawberry-Sorbet) kreiert und genossen hatte, ging es zu einem Spaziergang an den Strand, wo unter anderem dieses schöne Gruppenbild entstand.

Ein weiteres Highlight stand für den Abend an. Alle Aktiven und die Trainer konnten für ganze drei Stunden den tollen Wellnessbereich des Schwimmzentrums auskosten, was den schmerzenden Muskeln sehr zu Gute kam und Trainern und Aktiven sehr viel Freude bereitete (lediglich ein Feueralarm unterbrach kurzzeitig die „Oase der Ruhe und Entspannung“).
Freitagmorgen ging es wie gewohnt ins Wasser, von nun an wurden die Strecken immer kürzer. Die Ausdauer nun in Schnelligkeit umzusetzen, wurde dadurch unterstützt, dass wir lernten, unseren Puls als Referenz zu nutzen.Nach dem Mittagessen ging es erneut in den Kraftraum und abends stand schon die insgesamt achte Wassereinheit auf dem Programm: Jetzt wurde noch einmal richtig Gas gegeben. Der Tag wurde durch einen Saunagang und mehreren Werwolf-Runden abgerundet.
Dann stand schon der letzte Trainingstag an, der für die meisten schneller als erwartet gekommen war (und an dem sich einige im Vorfeld zu diesem Zeitpunkt schon gar nicht mehr im Becken erwartet hätten) und der nun bereits mit einiger Wehmut in Hinblick auf die baldige Abreise angegangen wurde. Diesmal wurden wir beim Schwimmen gefilmt, das Filmmaterial nach dem Training durch unseren sportlichen Leiter Tobi begutachtet undmit dem jeweiligen Schwimmer besprochen, was besonders in der Zeitlupen-Ansicht zu vielen Lachern führte. Nach dem Mittagessen ging es dann nicht wie gewohnt in den Kraftraum, sondern zum Spinning.Ein Personaltrainer heizte uns beim „Rad fahren“ ordentlich ein und brachte uns im Takt von Katy Perry und Co. zum Schwitzen, bis die Scheiben beschlugen. Vielen Dank anHübi, der diese Aktivität vor Ort noch für unsorganisierte. Nach einer kurzen Dusche ging es direkt ins Wasser, um zum letzten Mal in diesem Trainingslager alles zu geben und den inneren Schweinehund zu überwinden. Die letzte Einheit und somit der schwimmerische Teil wurde gebührend mit einem kleinen Spiel beendet, bei dem wir unsere Teamwork-Fähigkeiten im Wasser unter Beweis stellen konnte – Schwimmen muss eben doch kein Einzelsport sein.
Am Abreisetag ging esvormittags zum Strand, wobei sich einige der Jungs noch in die Wellen warfen, danach folgte das Abschieds-Mittagessen in einem uruguayanischen Restaurant. Nach einem erneuten Abstecher zur Eisdiele (ganz zum Leidwesen der dort wieder arbeitenden, einzigen Eisverkäuferin) ging es zurück zum Hotel, wo uns der Transfer zum Flughafen nach Girona abholte. Um 22:45 landeten wir wohlbehalten wieder in Weezeund mussten uns schweren Herzens von unseren Mitreisenden nach dieser erlebnisreichen und sehr schönen Woche verabschieden. Zum Glück sieht man sich im Becken!
Einen herzlichen Dank geht an unseren sportlichen Leiter Tobiasfür die Erstellung der Trainingspläne, sowie auch an Lukas, der ebenfalls an der Planung einzelner Einheiten beteiligt war. Eure Ideen haben neben der Anstrengung immer für ein tolles Maß Abwechslung im Wasser gesorgt und somit auch dazu, dass man bis zur letzten Wassereinheit immer wieder Lust hatte, wieder ins Wasser zu springen. Außerdem wäre das Trainingslager ohne unsere Trainer Friedhelm Fürtjes und Hans-Georg Kersjes nicht möglich gewesen,die jede Trainingseinheit am Beckenrand standen, uns anfeuerten, motivierten und maßgeblich zur erfolgreichen Durchführung des Trainingslagers beitrugen. Wir freuen uns auf das nächste Jahr!